Franken ist schön /Teil 2

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal über das schöne Franken berichtet. Heute erzähl ich vom fränkischen Dialekt. In meiner Heimatstadt ist nicht viel los, deshalb verschlägt es mich immer wieder ins nahe Bamberg. Als ich kürzlich dort in einer urigen Kneipe ( übrigens die älteste Gaststube Bambergs) zum Essen war staunte ich nicht schlecht angesichts der Speisekarte. Ich mußte zweimal hinschauen und dennoch verstand ich auf den ersten Blick nichts.  Wenn das mir als Fränkin passiert, wie muß es da den Gästen gehen die nicht aus unserer schönen Gegend kommen. Es dauerte schon einen Moment bis sich mein Sprachverständnis von hochdeutsch auf fränkisch umgestellt hatte und ich verstand was mit den Worten ohne den Buchstaben T, K, P gemeint war.

Die Franken sprechen weich und lieblich, deshalb ersetzen sie oben genannte Buchstaben ganz einfach mit D, G, B dazu kommt dann noch das rollende R

Was dabei herauskommt ist oft schwer zu verstehen und selbst mir fällt es oftmals schwer mich mit richtig eingefleischten Bürgern meiner Heimat unterhalten. Da fällt dann schon mal der Satz “ Wos host gsacht

Zurück zu dieser Speisekarte die übrigens so groß wie eine Zeitung ist und auch allerlei wissenswertes über Bamberg enthält. Ich habe ein Essen für mich gefunden. Entschieden habe ich mich für

  • Fohrschbeisn:  Lebäglössubbn – Vorspeise: Leberklösschensuppe                        
  • Nix fo dä Sau:  Sälohdbladdn mid Gögälaschreifn –  Schweinefrei: Salatplatte mit Hähnchenfiletstreifen
  • Nohchschbeis: Abflgräbfla –  Nachspeise: gebackene Apfelringe

Übrigens:

Alla Kinnä undä anmedädswandsich grähng an Glooss mid Sooss umsünsd!

Alle Kinder unter 1,20 Meter bekommen einen Kloß mit Soße umsonst!

Nach dem leckeren Essen habe ich noch ein  Eis in der Fußgängerzone bei strahlendem Sonnenschein genossen. Herrlich diese kleinen Auszeiten aus der Hektik des Lebens. Auch da ist mir aufgefallen, daß die Marktleute und auch viele Passanten doch noch echtes fränkisch sprechen, wenn man nicht selbst versucht seinen Dialekt zu unterdrücken.

Nun so sind die Franken, gastfreundlich, eigenartig und ein bisschen anders, zumindest wenn es um die Sprache geht. Nun wie bereits erwähnt ist in unserem verschlafenen Städtchen ja nichts los, deswegen wird es bald wieder einen Besuch in eine der umgrenzenten pulsierenden Städte geben, mal schauen ob ich dann wieder ein paar schöne Bilder von Sehenswürdigkeiten oder der jetzt aufbrechenden Frühlingsstimmung einfangen kann.

 

Ein Gedanke zu „Franken ist schön /Teil 2

  • 29. März 2014 um 22:52
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    hahahahahaaaa also ich versteh das ohne Problem
    weil ich bin ja a a mittlfange und bin ausm aischgrund, da gibst meistens a a lebergnödlsubn und kniedla zum brodn

    Antwort

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