Organisation bestimmt mein Leben 4


Wenn ich zurückblicke auf die letzten 35 Jahre , dann frage ich mich heut wie ich das alles durchhalten konnte. Dabei habe ich Einiges ausgelassen und gar nicht darüber geschrieben, denn für mich gehören diese Kleinigkeiten schon zu“ normalen Leben dazu.

Ich erwähne nur einige Beispiele wie den Verlust von Freunden, mit denen wir nicht mithalten konnten.  Unsere Kinder verlangten immer nach Hilfe, da kann man nicht einfach spontan Freunde besuchen oder Last Minute buchen. Daran gingen leider Freundschaften auseinander, nein nicht als Feinde aber wir konnten da leider nicht mithalten. Die Anderen sind weggeblieben, weil Sie mit meiner Einstellung des Lebens nicht so ganz klar kamen. Kurze Erklärung: ich persönlich fand es wichtiger für meine kranken Kinder dazusein, machte mir nicht viel aus Tratsch und Bla Bla. Auf diese Art Freundschaft kann ich gut verzichten.

Jetzt viele Jahre späteer haben wir unser Leben neu orientiert . Mein Mann arbeitet das letzte Jahr, dann geht er in den Vorruhestand. Durch seinen Schlaganfall kann er früher in Rente gehen. Er hat es auch dringend nötig.

Ramona ist ein glückliches Mädel geworden und geht gerne in die Lebenshilfe um dort eine Art Arbeit auszuüben. Sie ist natürlich noch immer zu 100 Prozent behindert, aber sie meistert Ihr Leben.

Mein Ältester hat eine ganz tolle Frau gefunden und mit Ihr zwei wundervolle Söhne. Luke inzwischen sechs Jahre und  Ben 22 Monate. Das Beste daran ist die Kleinen sind vollkommen gesund.

Nun zu mir. Das Leben hat mich geprägt und ich bin sehr vorsichtig geworden mit meinen Äuserungen, denn schnell fängt man sich Feinde ein, wenn man auch nur ein bisschen nach dem Sinn des Lebens fragt.

Angst und Sorge haben mich in den letzten 35 Jahren begleitet und immer wieder die Frage nach dem Warum. Auf all das habe ich keine Antwort bekommen. Ob das Leben gerecht ist, danach frage ich heute nicht mehr. Die Verzweiflung hat sich in Lebenslust verwandelt und die Angst weicht der Hoffnung.

Im Juli feiere ich mit meinem Mann die Leinenhochzeit. genau 35 Jahre sind wir dann verheiratet und ich möchte keinen Tag missen. Vor einigen Tagen habe ich von diesem tollen Lebenspartner erfahren, daß wir im Oktober noch einmal in mein Traumhotel nach Ägypten fliegen und ich kann gar nicht beschreiben wie ich mich fühle.

Aber eigentlicvh wollte ich ja kurz berichten wie ich mich fühle oder wie es mir geht. Gesundheitlich eigentlich nicht so toll. Seit fünf Jahren leide ich an Polyarthritis. Diese Krankheit zwingt mich manchmal zum Nichtstun. Das fällt mir schwer, aber ich muß es akzeptieren. Mein Rücken ist auch nicht gerade ohne Probleme, denn die 52 Kilogramm meiner Tochter hinterlassen Spuren. Das Umsetzten in den Rollstuhl oder auf die Toilette verlangt Kraft, die ich manchmal gar nicht habe.

Aber auch an diesen Tagen verliere ich nicht den Mut und meinen Optimismus, ich schreibe dann etwas mehr auf meinem Blog.

Für Alle die diesen Bericht lesen und meine anderen Artikel aus mein Leben nicht kennen, empfehle ich diese nachzulesen um diesen Bericht zu verstehen.


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4 Gedanken zu “Organisation bestimmt mein Leben

  • ChrisTa

    Liebe Ulrike, Du bist eine sehr starke Frau und es ist sehr bewundernswert, wie Du das trotz allem immer wieder meisterst. Soviele Schicksalsschläge – unglaublich. Ich wünsche Euch noch viele Jahre, die Ihr hoffentlich ohne weitere Zwischenfälle zusammen verbringen könnt.

  • Karin feenstadl

    Liebe Ulrike, wir kennen uns noch nicht. Ich habe gerade erst angefangen hier zu lesen, jedoch will ich nicht gehen ohne dir zu sagen: ich finde es bewundernswert und mutig, wenn ich lese, was du hier schreibst.
    Alles Liebe und weiterhin viel Kraft
    Karin