Unkraut ist nichts Böses sondern Ansichtssache

Gärten zum Wohlfühlen oder nur zur Präsentation

Mischbluts OaseEs gibt Gärten, die einem schon beim ersten Betreten in ihren Bann ziehen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, ein anderes mal ist es die Gestaltung und manchmal auch nur die Vielfalt an Pflanzen, das Zusammenspiel der Natur. Mir persönlich gefallen die Gärten am besten, in denen ich spüre, daß da auch gelebt wird. Keine stilvolle Designer-Terasse mich davon abhält, das Kind an meiner Hand losl zulassen. Rasen den man nicht betreten darf und überall kleine Tischchen mit Porzellanfiguren oder fein dekorierten Blumengebinden um die Wette strahlen.

Wo soll ich denn da meinen Kaffee trinken oder das Glas Wein nach getaner Arbeit. Wo sollen denn da die Kinder toben?

Für mich muß ein Garten gemütlich sein und eine Vielfalt an Blumen haben, keine Unsummen verschlingen, sondern mir und meinen Gästen Wohlbehagen vermitteln.

Es gibt kein Unkraut, nur unerwünschte Pflanzen

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, daß ich Löwenzahn mag und dass es in meinem Garten auch einige Pflanzen gibt, die manche als Unkraut ansehen. Viele Vorzeigegärtner sagen jetzt bestimmt, das liegt an meiner Bequemlichkeit, denn  Unkraut gehört nicht in einen gepflegten Garten.

Löwenzahn

Warum eigentlich? Was ist denn so schlimm an Löwenzahn oder Klee im Rasen? Gänseblümchen werden doch auch geduldet. Moos ist perfekt, solange es nicht im eigenen Rasen gedeiht. Das bekommt man dann vom Nachbarn für die Deko welche man erstellt, denn vor der Haustür schön arrangiert, da schaut das doch toll aus.

Wenn ich gerade schon dabei bin zu lästern, hier noch etwas was mir persönlich so gar nicht gefällt.  Immer mehr sieht man Gärten die zu Steinwüsten werden. Nein ich meine jetzt nicht diese Gabionen.  Komplette Grundstücke die gepflastert werden nur um keine Arbeit zu haben. Wenn man Glück hat steht in all dem Pflaster vielleicht noch eine Trauerweide.

Ok, genug gelästert.

Jeder soll so leben wie er mag, ob mit oder ohne Blumen, ob mit oder ohne grünen Daumen und klar wer Steine mag, der soll sein Grundstück pflastern. 

Manchmal fragen mich Freunde um Rat was die Pflanzen in meinem Garten betrifft und oft höre ich dann den Satz “ du hast einen grünen Daumen“  Natürlich habe ich den nicht, höchstens mal grüne Nägel. Das wichtigste ist die Verbundenheit mit der Natur. Die Liebe Pflanzen gegenüber und der Spaß daran zu gestalten. Keine Angst vor schmutzigen Händen, die Gießkanne als Handtasche zu sehen und  immer eine gute Gartenschere griffbereit zu haben. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind kann eigentlich schon fast nichts mehr schiefgehen. Natürlich sollte ein Grundstück oder Balkon/Terrasse vorhanden sein.

Ein Garten zum Wohlfühlen

Nicht umsonst nenne ich meinen Garten meine Wohlfühloase.

Eichelhäher Mischbluts Oase im Frühling Steine im Garten

Ich fühle mich wohl, ich genieße, ich lebe hier. Mit all den Blumen, kleinen und großen Tieren, Kindern die mit den Rollern in die Beete fahren. Mit Klee im Rasen und Löwenzahn, der zur Pusteblume wird. Ohne Unkrautvernichter aber immer mit der Freude am ausprobieren. Mit der Schere in der Hand und die Gießkanne griffbereit.

Egal was du anbaust, ob Gemüsegarten oder nur einen Blumengarten wie ich, (ein paar Kräuter hab ich aber auch) einen Bauerngarten oder wie oben schon erwähnt einen Designergarten. Das spielt alles überhaupt keine Rolle, solange du dich darin wohlfühlst.

Deine Meinung ist gefragt.

Wie siehst Du das? Designergarten, unkrautfreie Zone, Wohlfühloase? Deine persönliche Meinung würde mich sehr interessieren.

13 Gedanken zu „Unkraut ist nichts Böses sondern Ansichtssache

  • Pingback: Rosen, Margeriten und ein bisschen Unkraut - Mischbluts Oase

  • 9. Juli 2017 um 19:01
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    Hallo Ulrike,
    Gärten, die akkurakt und steril aussehen haben für mich absolut keinen Nutzen, sie verströmen nicht das Wohlgefühl, in der Natur zu sein. Das ist für mich der Sinn und Zweck eine Gartens. (-; Wiesen mit wilden Blmen sind ein Traum und „Unkräuter“ kann man essen, zum Tee kochen benutzen und vieles mehr. Liebe Grüße!

    Antwort
    • 10. Juli 2017 um 15:36
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      Danke für deinen tollen Kommentar. Genau so ist es.

  • 7. Mai 2017 um 12:10
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    Unser Garten ist auch naturnah. Vogelmiere, Löwenzahn, Disteln – dürfen bleiben, solange sie den Nutzpflanzen nicht zu große Konkurrenz machen.Ein „Unkraut“ habe ich aber: Das gewöhnliche Greiskraut. Das wird bei mir ausgegraben und kommt in die Biotonne (nicht auf den Kompost).

    Antwort
  • 25. Oktober 2016 um 0:16
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    Ich finde auch dass die meisten der Natur zu wenig Entwicklungsmöglichkeit im eigenen Garten geben.
    eine Naturwiese ist etwas so herrliches ….

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  • 16. Mai 2016 um 21:00
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    Ist schon soweit, jetzt sind es Pusteblumen und die Kifs völlig happy. Hab jetzt auch Unmengen an Klee, sieht richtig toll aus. LG Romy

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  • Pingback: Blogparade Garten Zusammenfassung - Becherwürfel

  • 24. April 2016 um 21:05
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    Hallo Ulrike,
    mir persönlich gefällt eine Mischung. Wie ein geordneter Chaosgarten mit leichten Wildwuchs. Hoffe du weißt was ich meine. Betonwüsten geht gar nicht, Arme Natur
    Liebe Grüße
    Tanja

    Antwort
    • 26. April 2016 um 21:56
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      Oh ja, ich weiß was du meinst, Chaos gut verwaltet. Neben Lilien dürfen Veilchen stehen. Ein Garten ohne Unkraut ist keine Wohlfühloase sondern ein Trauma. Ich kann dir auch sagen warum. Wenn die Gestaltung mehr Raum einnimmt als das Genießen, läuft etwas verkehrt.

  • 24. April 2016 um 12:58
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    Wir haben auch wahnsinnig viele „Kuhblumen“ dieses Jahr. Finde es aber recht schön, die kräftige gelbe Farbe peppt den Rasen richtig auf. Und die Kinder freut es auch, immerhin gibt es dann Pusteblumen. LG Romy

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    • 26. April 2016 um 21:51
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      Ein Garten ohne Pusteblume hat doch keinen Reiz oder? Ich freue mich schon darauf, wenn der Kleine Dreikäsehoch da steht und die Schirmchen in die Luft pustet.

  • 24. April 2016 um 8:15
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    Sehr schön Ulrike …
    Ein Garten zum ausruhen und entspannen. Ich habe Gartenarbeit immer gehasst, aber es war auch schön, wenn alles soweit in Ordnung war. Ich mag auch diese wilden Gärten, wenn man alles (kontrolliert) wachsen läßt.

    Schöne Bilder – schöner Garten.

    Noch einen schönen Sonntag für dich und deinem Liebsten 🙂
    LG Ede

    Antwort
    • 26. April 2016 um 21:47
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      Ach das haste schön gesagt, kontrolliert wachsen trifft es auf den Punkt.

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